Aufgrund der demografischen Entwicklung mit der Pensionierung der Babyboomer und der weiteren Zunahme der Lebenserwartung wird der Anteil des Vorsorgekapitals der Rentner in den nächsten zehn Jahren markant steigen. Gleichzeitig sinkt die strukturelle Risikofähigkeit.
Der Rentneranteil vieler Pensionskassen wächst - und die Folgen der extremen Geldpolitik werden zunehmend sichtbar
Ein technischer Zinssatz ohne direkten Bezug zum ökonomischen Umfeld führt zu einer systematischen Fehlbewertung der Verpflichtungen. Der Stiftungsrat wähnt sich mangels korrekten Deckungsgrads in einer Scheinsicherheit und riskiert Fehlentscheidungen. Ein variabler technischer Zins im Einklang mit Laufzeit und Charakter der Vorsorgeverpflichtungen ist eine sinnvolle Alternative.
Bei autonomen und teilautonomen Pensionskassen hat die Selbstregulierung eine wichtigere Stellung als bei Lebensversicherern. Der Stiftungsrat trägt die Verantwortung, die Vorsorgeeinrichtung ist aber in ein Kontrollsystem von entsprechenden Spezialisten und Behörden eingebettet.
Die Pensionskassen weisen Ende 2014 wieder scheinbar beruhigende technische Deckungsgrade aus, während die Unternehmen nach IFRS und US GAAP hohe Unterdeckungen und Vorsorgeaufwendungen für ihre Vorsorgeleistungen verbuchen. Der Druck der Unternehmen auf Anpassungen an den Vorsorgeplänen steigt weiter.